Übermorgenwelt

Übermorgenwelt

Dienstag, 19. Juli 2016

Neue Rezension


Oldie, but Goodie

„Tia – das Raumschiff, das sich verliebte“
aus Anne McCaffrey’s "Gehirnschiff"-Reihe (Brain & Brawn Ship Series), geschrieben zusammen mit Mercedes Lackey

Ursprünglich bei Bastei-Lübbe erschienen





Mittwoch, 13. Juli 2016

How to be a Klingon - ein kleiner Bastel-dir-deine-klingonische-Ausrüstung - Blog (Teil 4) Kleidung und Maske

How to be a Klingon (Teil 4)


Kleidung:


Und was ziehen wir an? Hmmm....mal schauen was der Fundus so hergibt...


Nach erfolgreichem Kramen hat sich dann doch das ein oder andere gefunden. Privat sind Klingonen meist in grobem Leder und Fell unterwegs, sowas hat man als LARPer ja doch irgendwie rumliegen. Das wäre eine dunkle Lederhose (gabs mal auf der Wheelie in Ulm), das helle Lederhemd (Flohmarkt), ein Ledermieder (LARP-MA-Markt) und die fingerlosen Motorradhandschuhe (Metal-Festival-Markt). Dazu der Gürtel (Blog Teil 1) und die Armschienen (Blog Teil 2). Die zwei schwarzen Felle (Mittelaltermarkt) wollten irgendwie dazu und machen sich recht gut an den Schultern. Bislang halten sie nur durch Klammern, aber fürs Erste tut es das.

Versuch eines wilden Blickes...naja...das ist noch ausbaufähig. :)

Die gelbe Schnur als Gurt am Holster ist natürlich keine Endlösung. Dafür hab ich noch eine schöne Kette (für mich waren es 2x 1,5 Meter + 2 kleine Päckchen mit Metallringen - einer enthält praktischerweise 4 Stück) beim Abt in Ulm gekauft. Die gelbe Schnur am Beinholster wird durch einen dunklen Lederbändel ersetzt. Da die Hose selbst recht dunkel ist, fällt die Lederschnur dann fast nicht auf.




Klingonen tragen gerne Schärpen und Waffengurte. Ich hatte da noch etwas herumliegen (aus Plastik), das habe ich mit grauem Haftgrundvermittler (Bauhaus) lackiert (für den Kontrast). Es ist nicht besonders stabil, aber es wird seinen Zweck erst mal erfüllen und ist ein schönes und passables Detail. Authentische Schuhe gibt es erst mal nicht, ich werde da vorerst einen kleinen Abstrich machen. Schnürstiefel hat man als Metaler ja rumliegen...\m/ 

Vielleicht kann ich bei Gelegenheit noch Gamaschen machen, schön nach Vorlage mit Stifeldorn wie es sich gehört...mal schauen. Da ist man dann mit dem Vorteil ausgestattet, so gut wie jedes Schuhwerk dazu tragen zu können. Jetzt ist es erst mal kurz vor Comic Con...arg viel mehr kann ich leider nicht mehr vorbereiten. Als nächstes ist die Maske dran.


Maske und Schminken:

Für den ersten Versuch hab ich nach Anleitungen geschaut. Die folgende habe ich dann als Vorlage benutzt.


Das Material bekommt ihr über das Internet (Mastix), in der Drogierie und die Latex-Milch in der kleinen Flasche sowie manche Schminke hat der Boesner in Neu-Ulm.

Erst ein mal die Schminkutensilien:
Mastix (Hautkelber)
Wattestäbchen
Latex-Milch
Schminkfarbe (Hautton)
Schminkschwamm
eine fettige Creme (Nivea oder so)
Concealer
neutrales Abdeckpuder
dunkles Puder + Pinsel


Beim ersten Ausprobieren wurde es mir dann aber etwas zu dunkel. Zu viel Farbe im Gesicht ist auf die Dauer unangenehm. Und ich bin der Typ, der dann ganz schnell fleckig ausschaut, weil die Nase ständig geputzt werden muss oder es irgendwo juckt. Pausenlos nachschminken...naja, nicht so schön. Also hab ich beim zweiten Versuch mal meinen Hautton oder neutrale Töne ausprobiert.




Zuallererst cremt ihr euch im Gesicht mit der Creme ein. Dann bekommt ihr die Farbe später wieder gut runter. Wer hat, kann dazu auch eine Abschminkpaste benutzen, schaden kann die Creme jedoch so oder so nicht. Die Haut wird durch die Maske und die viele Farbe ja auch strapaziert und ausgetrocknet, da ist es nicht schlecht, wenn sie etwas Pflege bekommt. Ich hab an den Schläfen und der Stirn keine Creme hingeschmiert, damit der Mastix dort gut kleben kann. 
Als nächstes Schminke ich erst mal die Maske mit der Schminkfarbe ein. Das geht am besten, wenn sie noch nicht angeklebt ist, denn die klingonischen Stirnhöcker haben so ihre Höhen und Tiefen, die (auf der Innenseite) nicht mit Latex ausgefüllt sind. Diese lassen sich besser einschminken, wenn man das Ding noch nicht auf der Stirn hat. Und ich finde nichts unschöner, als helles, unecht wirkendes Latex, das sich später fleckenweise oder komplett mit der dunkleren Haut beißt. Also schminke ich die Maske gründlich ein und gehe mit dem Schminkschwamm in alle Ritzen und schaue auch von verschiedenen Richtungen, damit mir klein Fleck entgeht. Nichts macht das Bild so sehr zunichte, wie helles, ungeschminktes Latex. 

Nach dem ersten Einschminken hab ich die Maske aufgeklebt. Dazu ist es erst mal wichtig, das die Haare aus dem Weg sind, es kann sonst später, und auch während man die Maske trägt, sehr weh tun wenn Haare mit eingeklebt sind. Ich binde die Haare dazu erst mal weg und meistens brauche ich auch noch ein paar Haarklammern, denn kleine feine Haare machen nichts lieber, als in einem Stirnhöcker oder in einem Elfenohr fest zu kleben. Anschließend wird die Maske auf der Innenseite an den Klebestellen mit Mastix bestrichen. Die Klebestellen sind bei der Maske vor allem die Schläfen, aber auch ein paar niedrige Stellen an der Stirn sind zum Festkleben geeignet. Um die Augenpartie könnte man auch kleben, aber ich empfehle es, das zu lassen. Ich hab es getestet und man klebt gern das Augenlied blöde fest oder die Augenbrauen mit ein. Schaut auch, wo euer Haaransatz an der oberen Stirn ist, dort sollte nach Möglichkeit auch kein Mastix hin. Ist der Mastix erst mal drauf, dann nicht zu lange warten, er trocknet ungemein schnell. Also zügig aufs Gesicht kleben, dabei gut aufpassen, das die Augen freie Sicht haben. Man will ja nicht blind durch die Gegend stolpern. Testet den richtigen Sitz der Maske am besten, bevor ihr den Kleber aufbringt. Dann kann man später zielgenauer aufkleben.

Sobald die Maske sitzt, kommt die Latex-Milch dran. Latex-Milch eignet sich zum antupfen an den Übergängen. Dort kann es kleine unschöne Erhebungen oder unter den Augen auch kleine Löcher geben. Wenn ihr die Übergänge fließender machen und die Löcher etwas zukleben wollt, dann ist Latex-Milch eine feine Sache. Ist das Latex aber erst mal getrocknet, lässt es sich nur schwer einfärben. Dazu ein Tipp von einem sehr netten Herrn, den ich am Stand von Khemorex Klinzhai getroffen hab: Das Latex vor dem aufbringen gleich färben. Dazu ein wenig Latex mit der Farbe (Schminkmaterial z.B. von Kryolan) in einem kleinen Getränkedeckel mischen und anschließend mit einem Wattestäbchen anbringen. Schön dünn tupfen, dann trocknet es schneller. Mit einem sanften Windhauch von einem Föhn trocknet es noch viel schneller. Vorsicht bei den Augen, die Latex-Milch sollte dort nicht hinein gelangen und sie ist auch leicht reizend. Es empfiehlt sich ebenfalls darauf zu achten, das keine Tropfen in die Wimpern fließen, das geht nur schwer wieder raus. ; )

Schicht um Schicht habe ich dann so lange Latex aufgebracht und angeföhnt, bis mir die Übergänge gefallen haben. Nun kann man den Rest des Gesichtes einschminken. Für die Lippen hab ich noch etwas Schwarz mit aufgetragen und später wieder etwas überschminkt, damit es nicht zu extrem wirkt. Dann bin ich mit dem Concealer die Erhöhungen der Stirnwülste nachgefahren und anschließend mit einem dunklen Puder in die Vertiefungen. Das dunkle Puder wird auch für die Augenpartie, an den Nasenrändern und an den Wangen benutzt. Damit kann man dann die Wangenknochen auf klingonische Art sehr schön hervorheben. Als Letztes habe ich mit Latex-Milch die Augenbrauen angeklebt. Schicht für Schicht erst Latex antupfen und dann die Haare drauf kleben. Als letztes kommt das Abdeckpuder dran, das ist sehr hilfreich wenn man gerne glänzt. Ich hab es auch für unterwegs mitgenommen, so konnte ich zwischendurch ein wenig die Nase pudern gehen (und Schweiß tupfen). :)



Zu guter Letzt noch ein weiterer Tipp von dem netten Herrn von Khemorex Klinzhai...es war recht warm in der Klamotte und man neigt dazu unter der Maske zu schwitzen. Dabei löst sich der Mastix etwas (das Latex unten hat aber sehr gut gehalten) und es sammelt sich Schweiß in den Vertiefungen über den Augen. Wie oben erwähnt waren da auch Löcher, die entweder nicht ganz zu waren, oder wieder aufgegangen sind. Ich hab dort dann Tücher drunter gesteckt, damit der Schweiß dort nicht raustropft (kein Witz - das ist echt fies XD). Der Tipp...dafür eignen sich Tampons. Sehr saugfähig das Zeug. Es wird bei mir beim nächsten mal gleich mit eingebaut. :)

Ansonsten bin ich sehr froh gewesen über meine Entscheidung, kein Haarteil zu verwenden, es war auch so schon sehr warm. Ich träume ja immer noch von einer klingonischen Klamotte im Stil der Militärrüstung, allerdings möchte ich kein graues Glattleder dafür, wie bei den Vorlagen, sondern Wildleder in dunkelbraun und/oder grau. Für die Fellärmel möchte ich Schaffell benutzen, es gibt da eine ostfriesische Schafrasse, die sehr schön langes, dichtes Fell hat. Damit man dabei aber an das Wetter angepasst ist oder mal kurz für Kühlung sorgen kann, sollen die Ärmel abnehmbar sein. Im Mittelalter hat man dafür einfach Ösen an die Ärmel und das Hemd gemacht, und das ganze dann festgebunden. Das ganze nennt man, glaube ich, annesteln. So ist der Plan...sobald er umgesetzt wird, geht der Blog weiter. :D 

Wer Fragen zum Thema des Blogs hat, kann mich gerne über die Übermorgenwelt kontaktieren oder einfach mal vorbei kommen. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, mehr dazu im Bericht der Comic Con - Stuttgart 2016 (der kommt als nächstes).



Qapla'





1.7.16 J. D.

Sonntag, 10. Juli 2016

Vorgestellte Literatur der Radiosendung vom 06.07.2016 - Comics und Graphic Novels




Magda Ikklepotts 
Francois Debois & Krystel
Splitter Verlag


Spannende Geschichte um Magda und Magie. Großartig und detailliert gezeichnet - tolle Handlung!















Steam Noir - Das Kupferherz
Felix Mertikat & Benjamin Schreuder / Verena Klinke
Cross-Cult


"Ein zerbrochener Planet.
Schollen, die im Äther treiben.
Maschinen mit Seelen und Menschen ohne Skrupel.
Dampfkraft, groteske Maschinentechnik und übernatürliche Phänomene.
Und über all dem eine geheimnisvolle Toteninsel, die die Welt der Lebenden heimsucht."


https://www.carlsen.de/hardcover/yoko-tsuno-sammelbaende-band-4-vinea-in-gefahr/28933Fesselnde Handlung, gigantische Bilder - toller Steampunk!












http://www.calvin-und-hobbes.com/comicstrips.html



ASH
Francois Debois & Krystel
Splitter Verlag



Mystisch, unheimlich, nachdenklich, bedrohlich... eine düstere und mitreißende Geschichte verpackt in klaren und wunderschönen Zeichnungen!
Empfehlung ab 16 Jahren.














Sky Doll
Alessandro Barbucci & Barbara Canepa
Splitter Verlag



Science Fiction und Religion prallen aufeinander. Tolle Geschichte und gelungene Zeichnungen.
Empfohlen eher ab 16.













Ekhö - Spiegelwelt
Christophe Arleston  & Alessandro Barbucci
Splitter Verlag


Abgefahrene Fantasy-Story in einer bunten und unglaublich detailverliebten Welt. Jede Seite großes Vergnügen!
Ab 16 Jahre zu empfehlen.
















Art Spiegelman
S. Fischer Verlag


Zwar keine Phantastik - aber das erste Comic, für das
der Pulitzer-Preis verliehen wurde!














Nonplayer - Buch 1
Nate Simpson
Splitter Verlag

Ein wundervolles Abenteuer mit wunderschönen, klaren Zeichnungen. Die Hauptfigur Dana pendelt zwischen ihrer Science-Fiction-Realität voller dienstbarer Roboter und einer virtuellen Realität im Stil von World of Warcraft hin und her.
Ab 16 Jahre.













Yoko Tsuno
Roger Leloup
Carlsen Comics

Der Zeichner und Autor Roger Leloup hat ein großes Faible für Flug- und Fahrzeuge, welche er hingebungsvoll als Modell baut, bevor er sie dann in tollen Zeichnungen auf Papier bringt. Besonders Klasse sind auch die deutschen Abenteuer, für die Leloup an Originalschauplätzen genaue Recherche betrieben hat, und so kann man Yoko zum Beispiel auch als Reiseführer nach Rothenburg ob der Tauber mitnehmen. Sehr spannend sind ihre Abenteuer im Weltraum mit den Vineanern und einer Welt voller Raumschiffe, fremder Welten, Roboter und künstlicher Intelligenzen.


In mehreren Sammelbänden sind ihre früheren Abenteuer wieder zu haben, besonders schön (nicht nur für Liebhaber) durch Hintergrundinformationen zu ihrer Entstehung ergänzt.




Wormworld
Daniel Lieske
Tokyopop

Durch ein eigenartiges Bild, welches er auf dem Dachboden seiner Großmutter findet, betritt Jonas eine fremde Welt. Ganz auf sich allein gestellt erwartet ihn das Abenteuer seines Lebens.
Daniel Lieskes Erstlingswerk, welches den Leser zusammen mit Jonas in eine wunderschöne Fantasy-Welt entführt, zeichnet sich durch sympatische, klare Illustrationen mit kräftigen, satten Farben aus.
Das bensondere: Das Comic ist zuerst im Internet erhältlich, die gedruckte Ausgabe, welche bei Tokyopop erschienen ist, kommt sehr edel mit Prägung und Silberglanz daher und wurde für die Buchpanels noch mal überarbeitet. Wer jedoch gleich loslesen will, kann das unter folgender Internet-Adresse: https://wormworldsaga.com/
Wenn man auf die einzelnen Kapitel klickt, kann man die bevorzugte Sprache auswählen. In Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch wird der Comic herausgegeben, die weiteren Sprachen werden von den Fans übersetzt.




Pauls fantastische Abenteuer
Émile Bravo
Carlsen Comics

Weil er so ein kluger Kopf ist wird Paul für eine Raumfahrtmission ausgewählt. Durch ein unvorhergesehenes Ereignis wird der Raumflug schnell zum großen Abenteuer voller sympatischer Aliens und spannender Phänomene.

Der Comic schafft es, in keinster Weise belehrend, Kindern nicht nur Naturwissenschaften auf einfache und spannende Weise zu erklären, er ist dabei auch noch abenteuerlich und witzig. Wenngleich die Comics in der üblichen Dicke erscheinen, so sind die Sprechblasen doch um einiges voller, als bei anderen Comics. Somit sicher nichts, für jemanden, der nur kurz drüber lesen will. Wer aber gute Comics und interessante Abenteuer mag, und dafür auch bereit ist mal etwas mehr zu lesen, der wird hier nicht enttäuscht. Mit tollen Themen wie Raumfahrt, Gentechnik, Umweltverschmutzung und nebenbei noch einer Katastrophen-Familie, der ersten Freundin und witzigen Alien-Besuchen (und kleinen Anspielungen) ist jeder Band eine wahre Lesefreude.



Donnerstag, 30. Juni 2016

How to be a Klingon - ein kleiner Bastel-dir-deine-klingonische-Ausrüstung - Blog (Teil 3) Bewaffnung

How to be a Klingon (Teil 3)

Bewaffnung:

Da ein Klingone sich ohne Waffen irgendwie nackt fühlt, dürfen diese natürlich auch nicht fehlen. Dafür ist die Zeit wohl gerade gut, denn es gibt momentan klingonische Disruptoren zu kaufen...da freut sich der Trekkie. :)
Das angebotene Modell war gezeigt mit einer Variante, in der die Front leicht abgerundet ist (wie hier). Ich schätze, das hat man nicht in der Hand, welche Form man da bekommt. Es ist aber in beiden Varianten in Film und Serie zu sehen, also macht es mir mal nichts.
Und es zeigt sich mal wieder, der Preisvergleich lohnt sich wirklich...ich hab einen Anbieter gefunden, bei dem man mit ziemlich genau 60 Euro für Gegenstand + Versand davonkommt. Die anderen wollten alle mehr, bis zu 70 Euro kommt da teilweise zusammen. Das Gerät selbst ist recht stabil und macht lustige Geräusche. Mit einem schön klingenden Schieberegler kann man die Stärke der Waffe einstellen, dadurch verändert sich der Klang beim auslösen. Die 3. Stufe klingt echt kriminell. Das Batteriefach ist unter einem abnehmbaren Aufsatz versteckt, theoretisch wäre das der Platz, auf dem der Gewehrkolben angesteckt werden kann. Ich hoffe, den gibt es irgendwann auch noch...das wäre wirklich super und würde dann so ausschauen!  


Ein Disruptor braucht natürlich auch ein Holster, man will ja unterwegs auch die Hände frei haben. Dazu habe ich fleißig Bilder gesucht und sogar Bastelanleitungen (1 + 2) gefunden. Ich habe mein Holster dann etwas anders gemacht, denn die Zeit rannte mit riesen Schritten davon und so viel war noch zu tun. Zum Glück hatte ich ein halbwegs passendes und stabiles Leder da. Hier eine kleine Bilderstrecke fürs Schritt für Schritt basteln:


Auflegen für die Größe. Das Lineal ist
unser Freund und Helfer.

Form aufzeichnen und ausschneiden nach
der Vorlage von Bastelanleitung 1.
Passt aufeinander...phhhu

Löcher bohren mit Cutter und stabiler Unterlage

Lederschnur durchziehen, erst auf der einen Seite, dann 
auf der anderen und dabei im unteren Bändel durchfädlen.

Schaut doch ganz passabel aus... :)

Der Disruptor wird an einem Gurt getragen.
Also müssen noch 2 Löcher an der inneren
Oberseite ran.
Passt. Nur das er so durchrutscht gefällt mir noch
nicht. Dagegen muss noch etwas passieren. Man will ja
zackig ziehen können. :) Schnell noch einen Bändel unten
ran gemacht, damit das Holster nicht schlackert.
Wildwest-Style...YEAH!

Somit hätten wir eine Strahlenpistole...Klingonen lieben jedoch den Nahkampf und gehen nicht ohne eine fies ausschauende Blankwaffe aus dem Haus. Also muss da noch was her. Ein Bat'leth ist erst mal echt groß und auf die Schnelle zu aufwändig. Wobei...aufgeschoben ist nicht aufgehoben. *HARHAR* Das wird auf jeden Fall auch noch gebastelt, aber das kommt zu anderer Zeit. Für die Comic Con sollte es also das D'k'tagh (Messer oder Kampfmesser) werden. Auch davon gibt es Varianten, ich persönlich fand den Griff von Kanzler Gowrons Dolch sehr schön. 

Robert O'Reilly (Kanzler Gowron)
(C Paramount Pictures)

Hier das Bild eines Original Props (Filmrequisite) des D'k'tagh von Robert O'Reilly mit Unterschrift (*lechtz*). Eine sehr schöne Vorlage. Aber leider keine Abbildung in Originalgröße. So kam meine erste Skizze auf nur 24,5 cm Gesamtlänge. Da es aber doch die originale Länge sein sollte, hab ich natürlich weiter gesucht. Son Stupfel wär ja echt peinlich... XD

 



Nach einem weiteren Versuch im Internet eine Angabe zur Originalgröße zu finden, wurde ich tatsächlich fündig. Erst hier fand ich die genauen Größenangaben des gesuchten Messers, natürlich in amerikanischen Inch / Zoll. Eine Umrechnung später war ich bei der angegebenen Länge von 16 Inch erstaunt, das es sage und schreibe ca. 41 cm sind. WOW, die Dinger sind echt rießig! o.O


Mittlerweile habe ich gelernt, das die Größe von 13, 14 oder maximal 16 Inch vorkommt. Alle Varianten mit Verweis auf die Episoden oder Filme werden auf dieser Seite gezeigt. DANKE LIEBE FANS! :)

Weiter geht es mit einer Skizze, dieses mal in Originalgröße. Die Seitenklingen und der Griff werden von Hand aufgezeichnet, da hat mir meine kleine Skizze sehr geholfen...ich konnte die Maße einfach auf die große Skizze anpassen. Die Seitenklingen sind wie im Vorbild bei 16 Inch Dolchen entsprechend kürzer als bei den kleineren 13-14 Inch Dolchen. Sie sind natürlich nicht ausfahrbar. DAS wäre ein weiteres Projekt für eine Holzreplik. Da zu stabile Waffen oder Stäbe auf den Conventions aber nicht zugelassen sind (Die haben einem Gandalf [der Weiße] sogar den Stab abgenommen o.O) , muss es kein Holz sein.


Anschließend hab ich die Skizze ausgeschnitten. 


Das Material sollte erst Balsa-Holz werden, doch aufgrund der knappen Zeit und weil Balsa-Holz auf die schnelle nicht aufzutreiben war, hab ich mich für Kappa-Pappe entschieden. Kapa oder Kappa ist eine Art Leichtschaumstoffplatte, sie besteht aus einem stabilen Karton oben und unten, dazwischen ist eine Art Schaumstoff/Schäummaterial. Kappa-Pappe gibt es zum Beispiel in Neu-Ulm beim Künstlerbedarfsladen Boesner im Starkfeld in ca. 3 verschiedenen Stärken und 2 verschiedenen Größen. Leider nur am Stück... Kappa-Pappe ist sehr leicht zu schneiden, zum Beispiel mit dem Cutter-Messer. Acrylfarbe taugt zum Bemalen. 



Ich habe meine Vorlage auf die Pappe (1 cm Dicke) gelegt und aufgezeichnet, bzw. durchgepaust. Der Abdruck des Stiftes ist auch gut zu sehen, wenn man ein bisschen aufdrückt. Dann habe ich es mit dem Cutter ausgeschnitten und abgeschmirgelt (vom Papier vorsichtig leicht schräg auf den Schaumstoff drauf zu schmirgeln!). Es empfiehlt sich, die Pappe erst mit Hilfe eines Lineals und des Cutters anzuritzen, und dann erst durch den Schaumstoff zu schneiden. Ansonsten wird der Schaumstoff schnell klumpig und löchrig. Am besten von beiden Seiten an die Ecken schneiden, damit keine Ecken brechen oder ausreißen. Der Cutter muss gut scharf sein, es kann nötig sein, das Messer öfters zu brechen, um wieder eine scharfe Klinge zu bekommen.




Ich hatte noch Pappe in 0,5 cm Dicke übrig, damit hab ich dann den Griff von beiden Seiten noch mal mit Uhu Alleskleber beklebt um der Vorlage näher zu kommen und um den Dolch stabiler zu machen. Mit dem Cutter die Details zuschneiden / schnitzen und dann wieder ein wenig schmirgeln. Als letztes folgt eine 3. Schicht dünner Kappa-Pappe für die Bebänderung am Griff. Vor dem Kleben der Streifen am besten die Abstände der Bebänderung abmessen und auf beiden Seiten gegenüberliegend aufzeichen, anschließend aufkleben. Eine Lage der Bebänderung ist an der Griffseite. Der Messergriff ist also von 3 Seiten umschlossen. Am Knauf ist ein Aufsatz mit Stacheln angebracht. Dafür habe ich einen kleinen Sporn gelassen, und mit Modelliermasse den Aufsatz geformt. 


Die Stacheln sind auch bei den Props gern mal abgebrochen, das wird bei mir nicht anders sein. Aber er soll ja benutzt aussehen. Für den Knauf des Dolches zuerst eine Kugel formen, mit dem Messer etwa 3/4 davon abschneiden und an der flachen Seite innen eine Ausspaarung heraus schneiden für den Sporn zum aufstecken. Anschließend aufstecken - ich hab das gleich gemacht, man kann aber sicher auch erst die Masse trocknen lassen und dann aufstecken und kleben. Mal schauen wie es mit meiner Variante hält. Zu guter letzt noch die Stacheln formen und andrücken. Nun muss es nur noch trocken werden...
Ich hatte auch noch eine kleine Lücke, oderhalb der Wappenfläche zwischen der Klinge. Dort hab ich auch mit Modelliermasse aufgefüllt.


So langsam wurde die Zeit knapp. Schon am nächsten Wochenende sollte es los gehen und der Knauf musste noch durchtrocknen....


BWAAAH!

Der Dolch braucht auch noch eine Scheide. Ich will ihn nicht die ganze Zeit halten oder kaputt machen, weil er im Gürtel steckt. Die Scheiden des D'k'tagh schauen so aus:


Dazu hab ich wieder mein dickes Leder genommen, den Dolch auf das Leder gezeichnet und dann die Form der Schneide außen herum dazu gemalt. Nach dem Ausschneiden des ersten Teils, wird dieses gespiegelt auf das Leder aufgezeichnet, damit die beiden Hälften dann zu einander passen. Im nachhinein muss ich sagen, das es super wichtig ist, das der Dolch komplett fertig ist. Ansonsten wird die Scheide mal schnell zu klein. Nach dem Kleben der beiden Hälften war mir der Kleber allein nicht stabil genug. Also habe ich an ein paar Stellen wieder Löcher gebohrt und mit Lederschnur Stabilität geschaffen. 


Das hier wird die Applikation, aufkleben und Farbe, dann schaut der Dolch auch nach mehr aus. Die zweite Applikation soll auf das Disruptor-Holster.









Beim Testen ob die Scheide so passt, ist mir der Dolch leider am Griff etwas gebrochen. So stabil ist Kappa-Pappe halt doch nicht. Ich hab ihn dann mit Panzertape geklebt - das hat man jedoch extrem durch gesehen, und es sah nicht wirklich schön aus. Es hat allerdings wieder gut gehalten. Ich hab dann beschlossen das über die Klinge noch Latex drüber muss. Ich hatte noch einen Rest Latexmilch im Keller gehabt, deren Zeit war jetzt gekommen. Damit das Latex schön gleichmäßig werden würde, habe ich es über einem Eimer über die Klinge gegossen. Diesen Vorgang habe ich von allen Seiten bis zu 3 oder 4x wiederholt, bis die Latex-Schicht schön deckend und stabil war. Ich hab leider eines vergessen, nämlich das Latex vorher in der gewünschten Fare einzufärben. Acrylfarbe und Latex kommen gut miteinander aus, man kann die Farbe in das farblose Latex mischen. Ich musste dann anschließend ran und von außen bemalen. Dadurch blättert die Farbe aber an Reibungskanten gerne ab. Tja, schon wieder was gelernt. -.- Latex darf nicht mit Sprühlack in Berührung kommen. Zum Glück hatte ich vor dem Verwenden der Latexmilch mit Chaos Black grundiert. ACHTUNG: Auch wenn da Latex auf dem Dolch ist, er ist damit KEINE sichere LARP Waffe. Er ist nicht aus weichem Schaumstoff sondern aus Pappe. Durch das Latex ist er auch stabil und damit aber auch zu Hart für sicheres Liverollenspiel. Also nur für Cosplay aber nicht zum Kämpfen! Schaumstoff für LARP Waffen bekommt ihr übers Internet bei vielen LARP Händlern. Damit lässt sich dann auch eine sichere LARP-Waffe bauen.


Das Latex durfte eine Nacht lang trocknen, dann konnte es mit der Bemalung los gehen. Auf die Klinge sollte erst schwarz und dann ganz grob Silber. Das Latex lässt die Klinge schön grob aussehen. Das gefällt mir ganz gut so. Der Griff hat eine schwarze und rostrote Färbung. Auch hier gibt es Varianten. Ich habe von Revell Acrylfarbe im Farbton Rost geholt und den Griff damit angemalt. Auf dem schwarzen Untergrund auch noch etwas angestoßene Ecken und etwas Messing Acryl. An der Stelle, an der das Wappen des klingonischen Hauses hin kommt, noch ein Umrandung in Silber. Zum Schluss mit Klarlack Farblos Matt am Griff und Glanzlack am Heft einen Schutzlack auftragen. 


Der Dolch ist am Griff jetzt recht stabil. Auch die Klinge wirkt ganz gut. (Die Spitzen haben wie erwartet die Comic Con nicht überlebt, bis wir dort waren, waren sie alle nicht mehr spitzig. War vlt. ganz gut so, wegen dem Waffen-Check... :) ).

Leider komme ich nicht mehr dazu, mir ein Hauswappen zu überlegen. Die klingonische Schrift kann ich dafür nicht gut genug um zu wissen, was ich da wirlich schreibe. Das soll aber noch folgen.




29.6.16 J.D.

Montag, 27. Juni 2016

How to be a Klingon - ein kleiner Bastel-dir-deine-klingonische-Ausrüstung - Blog (Teil 2) Armschienen

How to be a Klingon (Teil 2)

So, weiter gehts. Zuletzt hatten wir ne Maske, und einen Gürtel. Jetzt geht es ans...

....Armschienen basteln:

Der erste Plan war, vorhandene Armschienen zu nehmen. Passend fanden sich schwarze Armschienen, aber die waren bedruckt und Klingonen und ein InExtremo-Logo passen nicht so ganz zusammen. Also beschloss ich, die Armschienen komplett selbst zu basteln. Schwarzes Leder lag noch im Fundus (jetzt weiß ich, wozu ich das gekauft hab :D) doch ein stabiles Untermaterial musste her. Und unbequem durfte es nicht sein. Gerade an den Handgelenken wird das sonst schnell zur Quälerei. Also hab ich im Bauhaus nach geschäumtem Isomaterial gesucht. Hatten die aber so nicht da. Egal...zur Not tut es auch eine Isomatte. 


Eine vorhandene Vorlage für die Form hilft.
Ich hab es allerdings noch etwas länger gemacht
als bei der Vorlage. Ist ja keine Deko wie ne
Mittelalterband-Armschiene, sondern
Kampfausrüstung!

Die Grundplatte auschneiden und für die
zweite Seite zum abmalen nutzen. Dann sehen
die Stücke auch gleich passend aus. 


Ein Stoff für die Unterseite kommt auch noch
dran, dann hat man das Isomaterial nicht direkt
auf der Haut, falls man die Armschiene
am ansonsten blossen Arm trägt. Grad beim
Schwitzen schadet das nicht.

Beim Aufzeichnen auf das Leder (ich hab einen
Edding benutzt) einen ordentlichen Rand zum
späteren umschlagen lassen. Das Isomaterial
soll nachher nicht zu sehen sein.



Das Leder wird nur mit Lederkleber angeklebt. Der bleibt fexibel
und wird nicht hart wie Granit, wenn er ausgehärtet ist. Falls so
etwas passiert, dann lässt sich Leder fast nicht mehr tragen. Also an 
den Lederkleber denken. 
Schön umschlagen, damit es keine Knicke oder Dellen gibt, 
nach Bedarf einschneiden.
Den Stoff habe ich mit Alleskleber auf die Isomatte
geklebt.



Soweit, so gut.
Und achtet darauf, dass das Leder an der Stelle, die
 ihr verwenden wollt dünn ist. Ich 
habe bei bei
 einer Armschiene eine dicke Stelle 
erwischt.
 Aber mit Zange und Ledernadel geht 
auch das... ;D


Dann habe ich ein elastisches Klettband
angenäht.

Autsch! Eine Ahle wäre sicher zu empfehlen. Ich
habe leider (noch) keine.
Dann die Klettband-Seite gegenüberliegend zu den angenähten Stücken mit Lederkleber
anbringen. Oder mit einer Mischung aus Alleskleber und Lederkleber. (hält besser).
Noch besser ist es, diese Seite auch anzunähen. Mit Kleber hält es nicht so gut.



Hey...es funzt :)
Trägt sich recht bequem und lässt sich
wie gewollt schnell an- und ausziehen.
Noch das angemalte Emblem aufkleben...FERTIG!
Das hätten wir schon mal. :)


25.6.16 J.D.